Neues Positionspapier Version 4.0 des FBTM e.V.

Rüsselsheim, 16.11.2023

Seit über 15 Jahren unterstützt der FBTM seine Mitgliedshochschulen bei Akkreditierungsverfahren mit dem Positionspapier, in dem Empfehlungen für die Gestaltung für Bachelor- und Master-Studiengänge im Maschinenbau zusammengefasst sind.

In Auflage 3 lag der Focus auf der Digitalisierung, die eigentlich schon immer vorhanden war und auch umgesetzt wurde, nun aber konkret beispielhaft in diversen Modulen beschrieben wurde. Da sich die Rahmen- und Randbedingen ständig ändern, unterliegt auch das Positionspapier einem ständigen Wandel. Auf der Fachtagung des FBTM wurde im Herbst 2022 angeregt, das Positionspapier um das Thema Nachhaltigkeit zu ergänzen. „Neues Positionspapier Version 4.0 des FBTM e.V.“ weiterlesen

Nachhaltigkeit im Curriculum – unser Maschinenbau-Studium neu denken

Hannover, 2. November 2022.

Unter diesem Motto diskutierten rund 40 Vertreterinnen und Vertreter aus Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) zwei Tage lang, wie das Thema Nachhaltigkeit in die Maschinenbau-Curricula integriert werden soll. Der Fachbereichstag Maschinenbau e.V. (FBTM e.V.) hatte zur bundesweiten Fachtagung vom 3.-4. November 2022 an die Fakultät II Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik der Hochschule Hannover eingeladen. Der FBTM e.V. ist die Vertretung der bundesweit fast 80 Maschinenbau-Fachbereiche an HAW.

„Energie- und Verkehrswende muss man nicht nur wollen, sondern auch können!“ „Nachhaltigkeit im Curriculum – unser Maschinenbau-Studium neu denken“ weiterlesen

Stellungnahme des Fachbereichstag Maschinenbau e.V. am 22.10.21 an der HS Esslingen zum Thema Ingenieurnachwuchs

Wir leben von den „Dingen“ im Internet of Things!

Bis kurz vor Corona waren sie noch Mangelware, die heißbegehrten Fachkräfte, speziell IngenieurInnen für Maschinenbau, Mechatronik, Fahrzeugtechnik …

Esslingen/Berlin 10.11.2021. Das Einbrechen der Bewerbungszahlen um Plätze in den Studiengängen der maschinen- und systemorientierten Ingenieurwissenschaften ist bereits seit Jahren als Tendenz erkennbar und mittlerweile in vielen Regionen der Bundesrepublik Deutschland zur bedenklichen Entwicklung geworden. Wenn sich das so fortsetzt, werden in spätestens vier Jahren AbsolventInnen dieser Studiengänge Seltenheitswert haben.
Die Einschreibungszahlen beispielsweise für Maschinenbau sind im letzten Jahr um bis zu 50% eingebrochen – an den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, aber auch an den Universitäten und der Dualen Hochschule.
Was sind unserer Meinung nach die Ursachen?
Neben der allgemeinen Zurückhaltung gegenüber den als schwierig geltenden technischen Studiengängen und dem Sondereffekt Corona ist es vor allem der Imageverlust durch den Dieselskandal sowie der sich abzeichnende Strukturwandel in der Industrie, vor allem auch der Automobilindustrie, der die jungen Leute von einem Maschinenbaustudium abhält.
Werden in Zukunft tatsächlich dramatisch weniger Maschinenbau-, Elektrotechnik- und MechatronikingenieurInnen benötigt?
Dies ist keineswegs der Fall!
Der baden-württembergische Ministerpräsident Kretschmann hat vor einiger Zeit sinngemäß gesagt: „Internet of Things“ ist gut – aber wir leben von den „Things“, nicht vom Internet! Wir verdanken unseren Wohlstand nicht Google & Co., sondern den realen Produkten den „Things“ unserer Weltmarktführer, zum Beispiel Autos, eBikes, Motorsägen, Reinigungsgeräten, Werkzeugmaschinen und vielem mehr.
Selbstverständlich müssen diese Produkte durch Software und künstliche Intelligenz in ihrem Nutzen gesteigert und auf ein neues Niveau gehoben werden. Natürlich brauchen wir InformatikerInnen. Wir brauchen aber mindestens genauso die IngenieurInnen für Maschinenbau, Mechatronik, Fahrzeugtechnik …! Auch diese haben heute in der Regel IT-Kompetenz
und Befähigung in ihren aktuellen Studiengängen erworben und werden im Rahmen der Digitalen Transformation bei der Entwicklung und Produktion dringend an der Schnittstelle zwischen den „Things“ und den IT-Anwendungen benötigt. Und wir brauchen sie auch für die Energiewende, um den Green Deal umzusetzen und den Klimawandel zu
bremsen!
Bedingt durch die negativen Auswirkungen der Demografie ist es hinsichtlich der gesunkenen Anzahl an SchulabsolventInnen mit Hochschulzugangsberechtigung schon heute unter normalen Umständen schwierig, die benötigte Anzahl an IngenieurInnen auszubilden.
Was wird erst dann sein, wenn in 5-10 Jahren erhöhter Bedarf entsteht, um die in den Ruhestand gehenden IngenieurInnen der „Babyboomer-Generation“ zu ersetzen?
Die Zeitspanne für die Ausbildung eines Ingenieurstudiums schwankt zwischen mindestens drei Jahren für den Bachelor- und mindestens insgesamt fünf Jahren für den Masterabschluss. Das bedeutet, wer heute anfängt, Maschinenbau zu studieren, wird frühestens in 3-5 Jahren dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Die Lücke, die zurzeit durch den starken Bewerbungsrückgang entsteht, wird somit erst in 4-5 Jahren für die
Industrie schmerzlich zu spüren sein. Doch dann wird es keine schnellen Lösungen geben! Soll dann die Entwicklung und Produktion ins Ausland verlagert werden? Wollen wir das wirklich riskieren??
Wir denken: ganz klar Nein!
Denn daran hängen der Wohlstand und auch der Green Deal dieses Landes.
Ohne ausreichend IngenieurInnen wird es keinen wirtschaftlichen Erfolg und keinen Umbau zu einer ökologischen Marktwirtschaft geben!
Was ist also aus unserer Sicht zu tun?
Wir benötigen eine konzertierte Aktion der Industrie, der Industrie-Verbände und -Netzwerke, der technisch-wissenschaftlichen Vereine, der Politik, der Schulen und der Hochschulen des Landes für eine Imagekampagne, um mehr junge Frauen und Männer für ein Ingenieurstudium zu gewinnen!
Es geht darum zu zeigen,

– wie spannend und vielfältig der Ingenieurberuf ist,

– welche Chancen dieser Beruf verschiedenen Charakteren für ein erfülltes Berufsleben bietet, sei es in Forschung und Entwicklung, in der Konstruktion und im Versuch, in Produktion und Technologie bis hin zum Technischen Vertrieb, dass der Maschinenbau notwendig ist für die Umsetzung des Green Deal bis hin zu einer CO2-neutralen Kreislaufwirtschaft und

– dass die Digitalisierung bereits seit vielen Jahren im Maschinenbau Einzug gehalten hat.

Lassen Sie uns gemeinsam intensiv darüber nachdenken, wie wir am besten das Ziel erreichen können, den Nachwuchs an IngenieurInnen in Deutschland nachhaltig zu sichern!
Dazu möchten wir anregen, mit allen Beteiligten – Firmen, Verbänden, Hochschulen, Schulen und der Politik – einen Ingenieurnachwuchsgipfel zu veranstalten, bei dem die Situation gemeinsam analysiert und über konkrete Maßnahmen gegen den drohenden IngenieurInnenmangel beraten und möglichst auch entschieden wird.

Download der Stellungnahme des FBTM e.V.

„Ohne den Maschinenbau ist kein wirtschaftlicher Erfolg möglich“

25.10.2021, Berlin, Esslingen. Geht dem Maschinenbau der Nachwuchs aus? Drei Tage lang haben rund 35 Vertreterinnen und Vertreter aus Hochschulen für angewandte Wissenschaften an der Hochschule Esslingen über dieses Thema diskutiert. Der Fachbereichstag Maschinenbau e.V. hat zur bundesweiten Fachtagung und Mitgliederversammlung nach Esslingen eingeladen. Fazit der Professorinnen und Professoren am heutigen Ende der Tagung (22. Oktober): „Ohne ausreichend Ingenieurinnen und Ingenieure wird es keinen wirtschaftlichen Erfolg und keinen Umbau zu einer ökologischen Marktwirtschaft geben“, sagt die Vorsitzende des Fachbereichstags Maschinenbau, Prof. Dr.-Ing. Moniko Greif.

Langfristige und standortübergreifende Entwicklungen

Sinkende Studienanfänger-Zahlen – damit sind viele Studiengänge im Maschinenbau derzeit bundesweit konfrontiert. Neben kurzfristigen Ursachen – die Corona-Pandemie beispielsweise – gibt es viele langfristige Entwicklungen, die nicht vom einzelnen Standort beeinflussbar sind. Zu den Gründen gehören eine allgemeine Zurückhaltung gegenüber den als schwierig geltenden technischen Studiengängen, aber auch ein Imageverlust durch den Dieselskandal sowie der sich abzeichnende Strukturwandel in der Industrie – vor allem der Automobilindustrie.

Als paradox empfindet es Prof. Greif, dass junge Menschen zwar einerseits die Energie- und Verkehrswende fordern, aber andererseits den Maschinenbau nicht als entscheidendes Handwerkszeug erkennen. „Jede Windkraftanlage, jede Solarzelle benötigt bei der Entwicklung und Produktion Maschinenbauerinnen und –bauer“, so Prof. Greif.

Ingenieurinnen und Ingenieure werden auch in Zukunft gebraucht

Werden in Zukunft tatsächlich dramatisch weniger Maschinenbau-Ingenieurinnen und -ingenieure benötigt? „Dies ist keineswegs der Fall“, unterstreicht auch der Organisator der Tagung, Prof. Dr. Alexander Friedrich von der Hochschule Esslingen. „Wir verdanken unseren Wohlstand nicht Google & Co, sondern realen Produkten“, fasst der Maschinenbau-Professor zusammen. „Selbstverständlich müssen diese Produkte durch Software und künstliche Intelligenz in ihrem Nutzen gesteigert und auf ein neues Niveau gehoben werden“, so Prof. Friedrich. „Maschinenbau ist nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung“, ergänzt auch Tanja Hasenjäger, Masterstudentin im Maschinenbau der Hochschule Esslingen, in einer Podiumsdiskussion.

Gemeinsame Aktion notwendig

Die Fachtagung will angesichts der Komplexität keine einfachen, handgestrickten Lösungen präsentieren. Sondern die Expertinnen und Experten aus den bundesweiten Hochschulen für angewandte Wissenschaften haben aufbauend auf einer Analyse der aktuellen Situation, Inputs von kompetenter Seite und guten Beispielen Lösungsansätze entwickelt und vertieft.

Das Fazit der Tagung fasst Prof. Greif zusammen: „Das Thema hat eine nationale Dimension. Wir benötigen Bündnispartner für eine konzertierte Aktion der Industrie, der Verbände und Netzwerke, der technisch-wissenschaftlichen Vereine, der Politik, der Schulen und der Hochschulen des Landes für eine Imagekampagne. Nur so können wir mehr junge Frauen und Männer für ein Ingenieurstudium gewinnen. Wenn es uns nicht gelingt, genügend Nachwuchs auszubilden, wird uns das bremsen.“

Vielfältige Berufschancen

„Es geht darum zu zeigen, wie spannend und vielfältig der Ingenieurberuf ist“, ergänzt Prof. Friedrich.

„Wir können darstellen, welche Chancen das Studium für ein erfülltes Berufsleben bietet – sei es in Forschung und Entwicklung, in der Konstruktion und im Versuch, in der Produktion und Technologie.“ Der Professor erinnert daran, dass in den nächsten Jahren ein Großteil der Generation der Babyboomer in den Ruhestand gehe und damit Stellen in großer Zahl frei würden.

„Wir brauchen Ingenieurinnen und Ingenieure“, stellt auch Prorektor Prof. Dr. Fabian Diefenbach in seiner Ansprache fest. „Gerade die Energiewende wird nicht allein über die Ausbildung von Juristen und Betriebswirtinnen gelingen.“

Verleihung der Deutschlandpreise

Zum Abschluss der Tagung steht ein weiteres Highlight auf dem Programm: die Verleihung der Deutschlandpreise für herausragende Abschlussarbeiten. Vier Preise – jeweils dotiert mit 2000 Euro – hat der Fachbereichstag am Abend an junge Frauen und Männer verliehen.

Die Themen der prämierten Arbeiten machen deutlich, dass Simulationsmethoden und die Verknüpfung vom Mechanik, Elektronik und Software längst fachlicher Standard sind und das „Dampfmaschinen- oder Schmieröl-Image“ des Maschinenbaus nichts mehr mit der heutigen Berufs-Wirklichkeit zu tun hat.

Dass auch die Maschinenbau-Ausbildung an HAW auf der Höhe der Zeit ist, unterstreicht die Verabschiedung des Positionspapiers zu Studieninhalten für Digitalisierung und Industrie 4.0. Dieses dient als Maßstab für die Akkreditierung von zeitgemäßen Maschinenbau-Studiengängen. 

Weitere Informationen: www.fbt-maschinenbau.de

Fotos können Sie hier herunterladen

Hinweis für Medien: Gerne vermitteln wir Ihnen bei Rückfragen geeignete Ansprechpersonen.

Ansprechpartnerin: Christiane Rathmann, Hochschule Esslingen, Pressesprecherin,
Mobil: 0172 760 11 89, E-Mail: christiane.rathmann@hs-esslingen.de

Ansprechpartner:innen für Gremien

15.03.2021. Mitglieder des FBTM e.V. arbeiten auch aktiv in anderen Gremien oder Beiräten mit. Es handelt sich dabei aktuell um folgende Organisationen:

Organisation Mitglied
https://www.che.de/ Prof. Dr.-Ing. Enno Stöver
https://www.vdi.de/

Fachbeirat Ingenieurausbildung

AG VDI Weiterbildung für Ingenieur*innen

Prof. Dr.-Ing. Moniko Greif
https://www.vdma.org/ Prof. Dr.-Ing. Joachim Voßiek
https://www.asiin.de/de/ Prof. Dr.-Ing. Christian Glockner

 

http://www.kfbt.de/ Prof. Dr.-Ing. Joachim Voßiek

 

Konferenz der Fachbereichstage e.V.

Es findet wieder eine erneute Ausschreibung des Ars legendi-Fakultätenpreises 2021 statt.

10.11.2020. Der Stifterverband und die Konferenz der Fachbereichstage (KFBT) loben erneut den Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre aus. Er richtet sich an diejenigen Lehrenden in den Ingenieurwissenschaften und in der Informatik, die an Fakultäten und Fachbereichen tätig sind, deren Fachbereichstag Mitglied der KFBT ist. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 15.000 Euro dotiert. „Konferenz der Fachbereichstage e.V.“ weiterlesen

Änderungen aufgrund Corona-Pandemie

25.07.2020. Aufgrund der aktuellen Pandemiesituation wird es keine FBTM-Vollversammlung im Herbst 2020 und gleichzeitig auch keine Preisverleihung geben.

Die besondere Situation führte auch beim Modus des Deutschlandpreises zu einer besonderen, neuen Situation und Beschlusslage:

Die aktuelle Ausschreibung wird verlängert.  Zur Preisvergabe kommt es dann bei der hoffentlich im Frühjahr 2021 möglichen normalen Vollversammlung.

Es können also bis 28.2.2021 Arbeiten eingereicht werden, die nach dem 28.6.2019 an der jeweiligen Hochschule abgegeben wurden.

Teilnahmeberechtigt sind Einreichungen aus Hochschulen, die Mitglied im Fachbereichstag Maschinenbau sind.

Einreichungen sind grundsätzlich zu jeder Zeit, also ganzjährig, im oben genannten Rahmen  möglich.

FBTM-LA-Sitzung vom 16.-17.04.2020

19.03.2020. Aufgrund der Corona-Pandemie, wird die geplante Ländersitzung des FBTM in Hamburg verschoben. Ein neuer Termin wird frühzeitig bekanntgegeben.